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Die Herstellung von Couverts

Briefe sind nach wie vor eine  schöne Art, jemandem eine persönliche Nachricht zu überbringen. Besonders aus der Geschäftswelt sind sie nicht wegzudenken. Damit diese niemand Unbefugtes lesen kann, muss das Couvert blickdicht und daher fest sein. Weiterhin ist die Beschaffenheit des Papiers an sich klar definiert. Zwar gibt es je nach Einsatzzweck Unterschiede, doch sie alle haben einige Eigenschaften gemeinsam: Sie sind gut kleb- und faltbar, sie liegen flach, ohne sich zu wellen und weisen eine gute bedruck- und beschreibbare Oberfläche auf. Das alles ist wichtig bei der Herstellung von Couverts.

Materialien bei der Herstellung von Couverts

Primär werden Couverts aus Papier hergestellt. Dabei kommt es auf die richtige Grammatur an, welche wiederum von der Grösse des späteren Couverts abhängt. Je geringer die Grammatur, desto dünner und weicher ist das Papier. Sie bezeichnet das Gewicht pro Quadratmeter. Für kleinere und mittlere Couverts findet in der Regel ein 80-Gramm-Offsetpapier Verwendung. Für grössere Couverts ist 90-Gramm-Offsetpapier hingegen besser geeignet.

Dieses Papier ist holzfrei und auf der Oberfläche geleimt, wodurch es Farbe stark aufnimmt. Dadurch besitzt es weniger Glanzkraft, was aber bei herkömmlichen Couverts wenig Relevanz hat. Im Prinzip ist jedoch jedes Papier geeignet, um daraus Couverts herzustellen. Das Wichtige dabei ist der Einsatzzweck, den das Couvert später erfüllt. Daher sind auch diverse bunte Couverts möglich oder besonders stabile, die einen zusätzlichen Schutz bieten. Auch transparente Couverts sind heutzutage kein Problem.

Couverts – die Herstellungsverfahren

Bei der Herstellung von Couverts kommen spezielle Maschinen zum Einsatz. Diese falzen und kleben das Papier in die richtige Form. Heute arbeiten diese Maschinen mit hochmoderner Technologie, wodurch bei genormten Massen grosse Stückzahlen möglich sind. Doch auch Sonderanfertigungen sind kein Problem, sodass nahezu jede erdenkliche Grösse oder Form machbar ist. Diese Anforderungen nehmen ausserdem Einfluss auf die Wahl des Herstellungsverfahrens.

Grundlegendes zur Herstellung von Couverts

Couverts sind zunächst nichts weiter als ein Stück oder eine Rolle Papier. Erst durch Zuschneiden, Falzen und Kleben gelangt es in die richtige Form. Doch dafür sind bei der Herstellung von Couverts einige zusätzliche Schritte notwendig. Das Ganze geschieht in hoher Präzision und dank moderner Technik in rasender Geschwindigkeit. Die zehn Schritte des Herstellungsprozesses sind so in Sekunden erledigt.

1. Vordruck auf der Innen- und Aussenseite

2. die Vorbrüche und Form stanzen

3. das Couvertfenster auszuschneiden

4. Bögen für einzelne Couverts zuschneiden

5. Fensterfolie einkleben

6. die Seiten einklappen

7. Bögen beleimen und zum Falten vorbereiten

8. Rückseite hochklappen und somit das Couvert kleben

9. die Verschlusskappe gummieren und Weiterleitung zur Trocknungsstrecke

10. finalisieren durch Falten der Verschlusskappe und Stapeln der Couverts

Eine gute visuelle Darstellung eines beispielhaften Herstellungsprozesses finden Sie hier.

Die Maschinen zur Couvert-Herstellung

Seit sie 1925 die erste Couvertmaschine mit automatischer Gummierung entwickelte, ist die Firma Winkler und Dünnebier führend in dem Bereich. Heutige Maschinen stammen ebenfalls von ihr und haben sich seither bemerkenswert entwickelt. Im Vergleich zu den damaligen Rotations-Couvertmaschinen hat sich die Technologie stark verändert. Heute arbeiten die Maschinen mit Flexo-Druckwerken und Befensterstationen. Jedes Gerät besteht aus einem Innen- und zwei Aussendruckwerken sowie einer Station, um die Couverts mit Fenstern zu versehen. Die Produktionsmenge variiert abhängig von Papier- und Stanzqualität, der Fenstergrösse, der Fensterposition und der Zuschnittsform. In der Regel produziert eine Maschine aber pro Minute:

  • bis zu 400 Couverts mit Nassklebung
  • bis zu 400 Couverts mit Selbstklebung
  • bis zu 250 Versandtaschen mit Nass- oder Selbstklebung

Herstellungsverfahren: Rollenproduktion

Die sogenannte Rollenproduktion ist ideal für grosse Auflagen. Hierbei befinden sich am Anfang der Maschine eine oder zwei Papierrollen. Diese sind mehrere Kilometer lang und können verschiedene Farben haben. Nach dem Abwickeln wird das Papier bedruckt, ausgestanzt, zugeschnitten und verklebt. Die Breite der Rolle bestimmt ausserdem die Breite des Couverts. Die Herstellung erfolgt in hohem Tempo und vollautomatisch.

Herstellungsverfahren: Blattproduktion

Die Blattproduktion ist etwas spezieller als die Rollenproduktion. Sie eignet sich vor allem für Sonderanfertigungen und kommt daher eher bei kleinen Auflagen zum Einsatz. Hierbei werden Stanzlinge aus dem Papierbogen ausgestanzt, die die entsprechenden Sondermasse aufweisen. Anschliessend verarbeiten sie spezielle Maschinen weiter, in denselben Schritten wie bei der Rollenproduktion. Wir setzen bei unseren Couverts ebenfalls dieses Verfahren ein. Das erlaubt unter anderem die Herstellung von Couverts:

  • mit oder ohne Innenfutter
  • in unterschiedlichen Farben
  • mit individuellen Klebungen
  • in unterschiedlichen Grössen
  • mit anderen Fensterpositionen

Normen bei der Herstellung von Couverts

Um Couverts in Massenproduktion herstellen zu können, sind genormte Grössen wichtig. Dabei sind die Couverts grösser als die Briefe, die sie später beinhalten werden. Die Norm für die Couverts hängt also mit der Norm für das Briefpapier zusammen. Auf diese Weise passen DIN-A4-Briefe in die Couverts. Während DIN A die Formatreihe für Büropapiere ist, regeln die Couverts die Reihen DIN B und DIN C.

DIN B0 hat eine Grösse von 1000 × 1414 Millimeter und DIN C0 917 × 1297 Millimeter. Die entsprechend folgenden Formate entstehen durch das wiederholte Halbieren dieser Masse. Am gebräuchlichsten sind aus beiden Reihen die Formatgrössen vier bis sechs. Eine spezielle Form ist die DIN lang, welche eine breitere Variante von DIN C6 darstellt. Das sind die Couverts, in die ein zweimal quer gefaltetes DIN A4 Papier hineinpasst.

Couvert-Herstellung – früher und heute

Im Laufe der Zeit hat sich bei der Herstellung von Couverts viel verändert. Vor dem 19. Jahrhundert gab es sie noch gar nicht. Stattdessen wurden Siegel und Siegelwachs verwendet, um gefaltete oder gerollte Schreiben vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Erst im Jahr 1820erfand der Brite S. K. Brewer das erste Couvert. Allerdings erfolgte die Fertigung damals noch in Handarbeit: Jedes Couvert musste einzeln gefaltet und geklebt werden. Doch er kam so gut an, dass es bald schon an die Entwicklung der ersten Couvertmaschinen ging. 1851 erschien sie auf der Weltausstellung, 1867 folgte eine Verbesserung, bevor Winkler und Dünnebier ihr Modell auf den Markt brachten. Seit 1930 gibt es ausserdem das Couvert mit Fenster, wie wir ihn heute kennen.


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